Die digitale Welt der Lebensmittel

Immer mehr Verbraucher bestellen Waren des täglichen Bedarfs im Internet. Damit sparen sie Zeit und Mühe. Stirbt der Gang in den Supermarkt aus?

Jeder vierte Online-Shopper hat wenigstens einmal Lebensmittel im Internet bestellt, hat der Digitalverband Bitkom mit der Befragung von mehr als 1000 Probanden ermittelt. Damit hat sich die Zahl derjenigen, die Essen online kaufen, in den vergangenen drei Jahren verdreifacht. Zum Vergleich: 2012 gaben 10 % der Befragten an, ihren Lebensmitteleinkauf schon einmal im Internet getätigt zu haben. 2016 lag die Quote bei 28 a%.

Lebensmittel gehörten bis vor kurzem zu den wenigen Warengruppen, die fast ausschließlich im stationären Einzelhandel verkauft wurden. Das ändert sich nun, erklärt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder. "Fast alle großen Handelsketten, dazu einige innovative Start-ups, haben in den letzten Jahren entsprechende Konzepte etabliert, die von den Kunden inzwischen gut angenommen werden."

Der größte Anteil der Befragte Personen, 43 Prozent kaufte in den Online-Shops von Supermärkten ein. Weitere 38 Prozent wählen einen reinen Onlinedienst und 15 Prozent nutzen Auktionsplattformen wie Ebay oder Amazon.

Online-Lebensmittelhandel birgt großes Potenzial

Doch damit nicht genug: Die Zahl der Online-Besteller könnte in den kommenden Jahren laut Bitkom weiter steigen - vor allem, wenn sich die Händler auf die Bedürfnisse der Kunden einstellen. Wer noch keine Lebensmittel oder Getränke online eingekauft hat gibt hierfür verschiedene Gründe an. Unteranderem wollen 60 Prozent nicht auf die Lieferung warten, einige Befragten zweifeln an der Frische der Zutaten oder haben Bedenken zum Datenschutz.

Genau hier liegt auch der Knackpunkt beim Onlinehandel mit Lebensmitteln: Laut der Nestlé-Studie "So is(s)t Deutschland" möchte die Hälfte der Befragten gerade frische Waren vor dem Kauf begutachten. Hinzu kommt, dass lange Lieferzeiten die Frische und Qualität der Lebensmittel beeinträchtigen. Für die Studie hat das Meinungsforschungsinstitut Ipsos im Auftrag des Nahrungsmittelkonzerns Verbraucher zu ihren Ernährungs- und Einkaufsgewohnheiten befragt. Demzufolge wird derzeit in Deutschland zwar erst ein Prozent des Umsatzes im Lebensmitteleinzelhandel per Mausklick erwirtschaftet. "Wir rechnen aber damit, dass der Online-Einkauf von Lebensmitteln schon bald ganz selbstverständlich zu den alltäglichen Einkaufkanälen gehören wird", erklärt Nestlé-Deutschland-Vorstandsvorsitzende Béatrice Guillaume-Grabisch.

Je nach Kundengruppen ermöglich das Online Einkaufen von Lebensmitteln unterschiedliche Vorteile. Hierzu gehören zum Beispiel Rentner, schwangere oder erkrankte Personen welche nicht in der Lage sind schwere Einkäufe zu tragen. Da ist es ein großer Vorteil, dass auch Getränke im Internet bestellt werden können. Eine weitere Umfrage der Bitkom ergab, dass 2012 bereits 10 Prozent der Befragten Getränke online einkauften. Im Jahr 2015 stieg dieser Prozentsatz dann auf 28 % an.

Eine weitere Kundengruppe nutzt das Angebot aufgrund der Zeitersparnis. Vor allem Berufstätige und Eltern gehören zu diesen Kunden.

Auch die mittlerweile weit verbreiteten Arten der individuellen Ernährungsformen – Paleo, Vegan, Glutenfrei - lässt uns zu einem weiteren Punkt kommen. All das benötigt zum einen viel Planung und Zeit, zum anderem auch viele exotische Zutaten und Lebensmittel. Gerade hier gibt es mittlerweile schon eine Vielzahl an Unternehmen die ihr Angebot auf diese Kunden spezialisiert haben.

Noch viel zu tun

Für die Händler gibt es aber noch einiges zu tun: Die Frische der Lebensmittel etwa können sie über speziell für den Versand konzipierte Kühlboxen gewährleisten. Doch es gilt auch, Verbraucher und Lieferant zusammenzubringen.

Punkten können die Händler mit dem Angebot: Gerade Lebensmittel, die nicht aus der Region kommen beziehungsweise exotische oder individuelle Waren werden gerne online bestellt. Gelingt es den Händlern, sich auch in puncto Lieferzeitpunkt, Kühlkette und Kosten an die Bedürfnisse der Verbraucher anzupassen, steht dem Lebensmittel-Onlinehandel eine rosige Zukunft bevor.


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Köln 24.2.2017