Ausgezeichnete Orientierung im Rheinauhafen

Dass das Park- und Wegeleitsystem im Rheinauhafen Bewohnern und Besuchern ganz einfach zeigt wo’s langgeht, gibt es jetzt auch schriftlich: Das Konzept der Kölner Kommunikationsagentur „großgestalten“ und der Düsseldorfer Landschaftsarchitekten „FSWLA“ wurde im August 2010 mit dem „red dot design award 2010“ ausgezeichnet, einem der renommiertesten Designpreise der Welt.
Ausschlaggebend dafür waren das herausragende Design und die überzeugende Funktionalität des Systems. Doch bis es zu dieser Auszeichnung kam, mussten Agenturgründer Tobias Groß und sein 10-köpfiges Team Antworten auf viele Fragen finden. Darunter auch auf die, wie man eine Tiefgarage, so lang wie ein Alpentunnel, strukturiert und kennzeichnet, dass die Nutzer ihre jeweilige Anlaufstelle im Hafen einfach, sicher und schnell erreichen. Und wie man ihnen – aufgetaucht aus der Tiefe oder „eingelaufen“ in den Hafen – jederzeit Klarheit über ihren aktuellen Standort verschafft.

Formgewordener Ausdruck dieser Antworten ist ein von klaren Farben und großer Typografie dominiertes Park- und Wegeleitsystem, das das Team in enger Zusammenarbeit mit Architekten und Stadtplanern entwickelt hat. Ebenso beteiligt war die Rheinauhafen-Verwaltungsgesellschaft (RVG), die vor Ort die Fäden in der Hand hält.

Parken nach Farben


„Um dem beeindruckenden Raum der Tiefgarage Struktur zu verleihen und Autofahrern und Fußgängern eine erste Orientierung zu geben, haben wir ihn in sechs klar unterscheidbare Farbzonen gegliedert und diese nummeriert“, erklärt Groß. „Ergänzend dazu haben wir die Auf- und Abgänge mit den Namen der darüber liegenden Straßen und Plätze versehen – und damit bewusst auf eindeutige und bekannte Zeichen gesetzt, die sich leicht und schnell erschließen.“

Wohnen nach Zahlen


Diese unterirdische Farbgliederung und Nummerierung wird oberirdisch fortgeführt. Dort zeigen vier Meter hohe Stelen aus Glas und rostendem Cortenstahl die Übergänge zwischen den einzelnen Bereichen an: „Ich befinde mich im orangenen Abschnitt am Elisabeth-Treskow-Platz – und der gelbe Bereich mit der Wohnwerft am Anna-Schneider-Steig beginnt 150 m vor mir.“ Leuchtende Farbstreifen im Boden unterstützen die Orientierung insbesondere bei Nacht. Doch nicht nur diese, denn auch draußen sind die Tiefgaragenauf- und Abgänge mit farbigen Lettern und Ziffern beschriftet. „Die Typografie weist auch hier unübersehbar den Weg“, erklärt Tobias Groß.

Der alte Hafen muss spürbar sein

„Ein wichtiger Aspekt der Kommunikationsstrategie war es, einen lebendigen, gewachsenen und urbanen Gesamteindruck des neuen Stadtteils zu erzeugen, um so eine Abgrenzung zu reinen Neubauprojekten zu erreichen“, so Groß. „Deshalb kam es uns vor allem darauf an, zuallererst Tradition und Charakter des alten, gewachsenen Hafens zum Ausdruck zu bringen – Identität zu stiften und emotionale Werte zu transportieren.“ Der alte Hafen müsse spürbar sein. Gleichzeitig drücke die auf einer klaren Formsprache und Typografie aufgebaute visuelle Sprache den modernen und zukunftsgewandten Anspruch des Projektes aus. „Wir wollten den Bewohnern des Geländes ein freundliches und sympathisches Zeichen für ihre neue Heimat geben.“

Gutes Design baut Brücken

Tobias Groß selbst ist nur einen Katzensprung vom Rheinauhafen entfernt beheimatet. Nach seinem Diplom an der Köln International School of Design und einem Abstecher bei frog design in San Francisco, hat er 2004 in der Kölner Südstadt „großgestalten“ gegründet, ein Büro für strategisches Kommunikationsdesign. „In der täglichen Arbeit geht es uns darum, das Design der verschiedenen Kommunikationsmedien so aufeinander abzustimmen, dass ein orchestrales Zusammenspiel entsteht. Das bedeutet im Idealfall, dass die interdisziplinären Felder der Kommunikation – von Design über Kunst bis hin zur Architektur – miteinander verschmelzen. Gutes Design geht auf Menschen zu, baut Brücken und verbindet.“ Mit der Konzeption des Park- und Wegeleitsystems im Rheinauhafen ist der Kommunikationsagentur großgestalten in Zusammenarbeit mit den Landschaftsgestaltern FSWLA genau dies gelungen.


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Köln 24.2.2017