"Groma" - Expedition Tiefgarage

Sie möchten eigentlich nur Ihr Auto aus der Tiefgarage holen, betreten das Treppenhaus und merken, irgendetwas stimmt nicht. Sie schließen die Augen, da wird Ihnen klar: Sie sind nicht mehr in Köln, Sie sind mitten in Lüttich oder Rotterdam! Und erfahren darüber hinaus etwas über das antike Bauwesen.

In der Rheinauhafen-Tiefgarage kann Ihnen genau das passieren. Die Klanginstallation „Groma“ der Künstler Michael Scholz, Judith Nordbrock und Martin Rumori entführt Sie – sobald Sie die Eingänge am Harry-Blum-Platz und Elisabeth-Treskow-Platz betreten haben – heraus aus Köln und hinein in die hochfrequentierten Straßenzüge der Kölner Partnerstädte Lüttich und Rotterdam.

Durchs Treppenhaus nach Holland und Belgien

Folgen Sie den Stufen unter die Erde, verwandelt sich das Treppenhaus zu einem „Hörkanal“, in dem Aufnahmen aus den belebtesten Straßenzügen Lüttichs und Rotterdams in Ihr Bewusstsein dringen. Mit der Einbindung der Partnerstädte Kölns in das Kunstwerk spiegeln die Künstler die internationalen Vernetzungen der Hafen-Stadt wieder, genauso wie die Offenheit des Rheinauhafen-Areals. „Groma“ ist Kosmopolitismus: Auf der Suche nach Ihrem Auto wird Ihnen klar, dass sich, trotz aller gesellschaftlicher Unterschiede, die Formen der internationalen Urbanität gleichen.

Einführung in die europäische Baugeschichte

Doch damit nicht genug: Textvorträge führen Sie darüber hinaus in die Bautraditionen der Rheinmetropole ein. Ein weiblicher und ein männlicher Sprecher rezitieren aus Vitruvs „Zehn Bücher über Architektur“, der einzigen zusammenhängenden Überlieferung aus der Antike zum Bauwesen. Sie hat in den vergangenen Jahrhunderten zahlreiche europäische Baustile beeinflusst.

Ohne Groma keine gepflasterte Hohe Straße

„Groma“ ist also nicht nur eine akustische, sondern auch eine archäologische Expedition – und ihr Name wurde mit Bedacht gewählt: „Groma“ bezeichnet ursprünglich ein römisches Vermessungsinstrument, das jahrhundertelang im Städtebau eingesetzt wurde. Gerade Köln hat davon profitiert. Ohne das Instrument wäre weder die Nord-Süd-Achse der Colonia Agrippina – also die heutige Schildergasse, noch die West-Ost-Achse – die heutige Hohe Straße – gepflastert worden.



Missiles mit "Pfeffer & Salz"

05.05., 22.00 Uhr, Kunsthaus Rhenania: Würze des Lebens. Es wird einmal gewesen sein. Alles wild durcheinander mengen, mit Pfeffer und Salz abschmecken und dann: genießen! Kommen. Hören. Sehen. Staunen. Eintritt frei, Spenden erbeten. Weitere Infos auf www.missiles.de.

Inter_View und United Cowboys / Eternal Idol

19./20.05., 18.00 Uhr, Kunsthaus Rhenania: Inter_View: Worte haben Bedeutung, wenn sie physisch erfahrbar werden. Sie werden durchlebt und erfahren. Bedeutung hat einen Körper. Wenn das, was sie bezeichnen, jedoch unsichtbar ist - wie "Liebe" und "Einsamkeit" - dann werden sie erlitten, tätowiert unter die Haut und sind nur schimmernd sichtbar. Inter_View ist der Blick dazwischen, das lesen zwischen den Zeilen. Anschliessend aus den Niederlanden: United Cowboys / Eternal Idol: Ein Duett für eine Tänzerin und einen Akrobaten erschafft eine Umgebung, in der es, inmitten einer sich selbst zerstörenden Welt, für Hoffnung und Entschlossenheit steht.

Kölner Mittsommerfest 2017

15.-18.06., am Schoko- ladenmuseum: Das Fest für die ganze Familie mit abwechslungsreichem Programm, hochwertigem kulinarischen Angebot und einem großen Design- und Kunsthandwerkermarkt. mehr

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"Groma" - Expedition Tiefgarage

Die Klanginstallation „Groma“ der Künstler Michael Scholz, Judith Nordbrock und Martin Rumori entführt Sie – sobald Sie die Eingänge zur Tiefgarage am Harry-Blum-Platz und Elisabeth-Treskow-Platz betreten haben – heraus aus Köln und hinein in die hochfrequentierten Straßenzüge der Kölner Partnerstädte Lüttich und Rotterdam. mehr

Köln 30.4.2017